Meiner Meinung zu: (g/k)natschig (zu gnatschig) [ von ChrisB am 2008-09-08 10:57:20 ] ein D-Wort (bekannt aus Niedersachsen), in A noch nie gehört. Bedeutung: müde (nicht ausgeschlafen); ich fühl mich 'verknittert/veknautscht'; (nicht wirklich)schlecht aufgelegt; 'laßt mich heut in Ruh'; 'ich fühl mich heut nich so' (Kleine) Kinder sind knatschig, wenn sie müde sind und doch nicht (ein)schlafen wollen. @Brezi - meinst doch sicher nicht (viel Fett!) ... (zu Negerbrot) [ von ChrisB am 2008-09-08 10:24:36 ] mir bekannt als: "Kalte Schnauze" (D), "Schwarzer Kater" (A): 1kg reines Kokosfett (Ceres), ein paar Löffel Kakao (oder Schokoloade), viel Zucker, leicht anwärmen, rühren. Kekse oder Biskotten in eine Form legen und mit dem Fett ausgießen oder verspachteln (je nach Konsistenz). WICHTIG: längere Zeit kaltstellen! Ein - für mich - absolut ekelhafte und ungenießbare Kriegs-Nachkriegssüßigkeit. Die Brutalversion von Eiskonfekt. Einfach nur Milchschokolade? (zu Negerbrot) [ von Brezi am 2008-09-07 23:02:05 ] Dahinter muss mehr sein, so wie das schmeckt!!! Weil Waffelgebäck erwähnt wurde: meine Mutter hat früher etwas gebacken, das auch "Negerbrot" genannt wurde, aber etwas ganz anderes war, nämlich ein Produkt aus geschmolzener Kochschokolade und einer Fülle aus Keksen. Rezept nicht mehr in Erinnerung, obwohl ich beim Herstellen oft zugeschaut habe. Aber es war viel Fett dabei. @ JoDo (zu Hebe dich, Schöberl, sonst bleibst du ein Dalken!) [ von Brezi am 2008-09-07 23:00:10 ] Zwei sachen!
1. Da ich den zweiten Satz der Redewendung vorher nie gehört habe, begreife ich erst jetzt, was mit "heb di, Scheberl" gemeint ist. Trotzdem habe ich die Wendung schon immer "fleißig" verwendet. Jetzt verstehe ich sie auch. Nicht einmal, dass mit dem Schöberl die Suppeneinlage gemeint sein könnte, ist mir vorher in den Sinn gekommen.
2. Hast du es da beim Stichwort mit den Richtlinien nicht vielleicht ein bisschen zu genau genommen? Das musste ich erst mühevoll in den Dialekt rückübersetzen, damit ich wusste, was gemeint war.
Habe gerade nachgegoogelt (zu anbringen) [ von JoDo am 2008-09-07 20:07:30 ] ob das nicht vielleicht in D auch so gesagt wird, und siehe:
In einem Autoforum tauchte die Frage auf:
"Wie bringe ich das wieder an?"
Zu früh AHA gesagt, der Mensch meinte den Auspuff und wie er den wieder åffägriagt, in Ö versteht das jeder so, dass der die Kiste loswerden will. Beispiele (zu anbringen) [ von Brezi am 2008-09-07 12:43:51 ] Schmeiß, das nicht weg! Auf eBay bringst du es sicher an.
Die Verkühlung habe ich erst nach drei Wochen angebracht. Sehe es gleich. (zu gnatschig) [ von Brezi am 2008-09-07 12:33:53 ] Wäre für eine Korrektur der verbesserung hier.
Letzteres geht leider nimmer, außer die bereits erfolgte Beurteilung wird anschließend nachgezogen.
Alles immer natürlich vorbehaltlich etwaiger Unterschiede zwischen nördlich und südlich des AHK. Es wäre nicht das erste mal, dass wir Nördler etwas aus der Steiermark vorschnell aburteilen. Daher dringende Bitte um Rückmeldungen aus allen Teilen Ö's.
Das Wort gnaschtig ist bereits eingetragen. Allerdings fehlt dort in der Übs. die bedeutung 'naschhaft', die man nicht unter den Tisch fallen lassen sollte. ?? (zu gnatschig) [ von Julika am 2008-09-07 12:00:14 ] Ich kenn gnatschig als schlecht gelaunt und motzig Wegen der (zu Tüpferl auf dem i, I-Tüpferl) [ von JoDo am 2008-09-07 08:28:30 ] rauschenden Akzeptanz dieses Wortes
erlaube ich mir auf die AUSSPRACHE aufmerksam zu machen:
Dipfal aufm i, I-Dipfal
Das ist das eigentlich Österreichische an dem Wort! Wo ist die Leber, wo der Käse? (zu Fleischkas) [ von Koschutnig am 2008-09-05 10:15:24 ] eine Wurstspezialität angeblich bayrischen Ursprungs. "Fleischkas" wird hier übersetzt mit "Leberkäse" Der "Leberkäse"-Eintrag wird übersetzt mit "Fleischkäse"! "Leber" hier: wohl vom Enzym Lab=Renne=Chymosin=süddt.'Kasleb; dient zur Gerinnung des Fleisch-Eiweißes. "Käs" ist entweder die kompakte Masse, oder von westslaw. quas=Schmaus Geschichte (history oder story?): 1776 habe der pfälzische Wittelsbacher Karl Theodor anlässlich seiner Krönung zum Kurfürsten von Bayern seinen Mannheimer Lieblingsfleischhauer/Metzger nach München mitgenommen, der dann dort einen "Lääb Kees" (=Laib Käs in Mannheimer Dialekt?) produzierte. Aus dem Mannheimer "Lewwerkäs" sei durch Volksetymologie das fürnehmere "Leberkäse" geworden.
Hyperkorrekt (zu Marillenmarmelade) [ von Koschutnig am 2008-09-04 15:26:43 ] "Marmelade" von portugiesisch 'marmelo'=Quitte. Die konnte man nur verkocht genießen. In England wurden dann in gleicher Technik auch alle Zitrusfrüchte zu 'marmalade'. Anderes Obst wird 'zerquetscht' = 'jam', deutsch 'Konfitüre', und so wollte es dann auch Brüssel. Die Österreicher ärgern sich, und wie reagiert eine globalisierende österreichische Feinkostinstitution? Kürzlich servierte die AUA zum Frühstück "Orangen j a m" (!!!) von Meinl. Wichs, der (zu in voller Wichs) [ von Koschutnig am 2008-09-04 15:10:38 ] gesamtdeutsche Studentensprache, nichts "Österreichisches", außer vielleicht der falsche Artikel. "en Wix heißt bey den Studenten so vil, als en Galla, sehr geputzt" Studenten-Lexikon, Halle an der Saale, 1781, Seite 217 (zu rougli) [ von Sauboch am 2008-09-04 13:31:08 ] Lt. Darwin sind wir mit ihnen verwand. Aufgegeben wurden aber schon einige Produktnamen, (zu Negerbrot) [ von JoDo am 2008-09-04 06:31:48 ] die mit Rassismus in Verbindung gebracht werden. Das vermutlich bekannteste Beispiel sind die „Negerküsse“. Das Schaumgebäck, auch als „Schwedenbomben“ bekannt, firmiert heute als „Schaumküsse“. Ein weiteres Beispiel ist das „ Negerbrot“, das als politisch unkorrekt gesehen wurde. Konsequenz: Die Supermarktkette Zielpunkt änderte den Namen der Nussschokolade in „Schokotraum Erdnuss“.
Verschwunden ist der Begriff aber noch lange nicht. In den Auslagen kleiner Süßwarengeschäfte begegnet man dem Negerbrot immer noch. Auf der Dr.-Oetker-Website können Interessierte ein Rezept für ein Waffelgebäck namens Negerbrot abrufen. Und auch der „Mohr im Hemd“ findet sich noch auf zahlreichen Speisekarten. ...
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